In dieser Studie wurden Dimethyloxalat (DMO), Dimethylcarbonat (DMC) und 1,4-Butandiol (BDO) als Rohstoffe verwendet, und es wurde erfolgreich eine Reihe von Poly(oxalat-carbonat-butandiol) (PBOC) mit hohem Molekulargewicht durch ein zweistufiges Ethertausch-Kondensationsverfahren synthetisiert. Der Schwerpunkt lag auf der Untersuchung des Einflusses des Gehalts an Carbonat-Segmenten (BC) auf die Struktur und Eigenschaften von PBOC. Die Ergebnisse zeigen, dass PBOC ein zufälliges Copolymer aus BC- und Oxalat-Segmenten (BO) ist und eine einzelne Glasübergangstemperatur (Tg) aufweist, die mit steigendem BC-Gehalt abnimmt; die Einführung von BC-Segmenten zerstört die Regelmäßigkeit der Poly(oxalat-butandiol)-Ketten (PBO) erheblich und hemmt deren Kristallisationsfähigkeit, wodurch die Schmelztemperatur, der Kristallinitätsgrad und die Kristallisationsgeschwindigkeit von PBOC mit zunehmendem BC-Gehalt abnehmen. Durch Änderung des BC-Gehalts lässt sich die mechanische Leistung, die Barriereeigenschaften und die Abbaubarkeit von PBOC effektiv steuern. Bei einem BO-Gehalt von 80 % liegen die Zugfestigkeit und Bruchdehnung des PBO80C-Copolymers bei 48 MPa bzw. 600 %; im Vergleich zu kommerziellem Poly(butylensuccinat-tereftalat) (PBST) betragen die Barriereverbesserungsfaktoren für O2 und H2O (BIFp (O2) und BIFp (H2O)) von PBO80C 6,4 bzw. 5,2, was andere kommerzielle Copolyester deutlich übertrifft und einen Referenzwert für die Forschung an leistungsstarken biologisch abbaubaren Materialien bietet.