Biologisch abbaubare Gerüste werden häufig zur Behandlung von Gefäßstenosen eingesetzt, jedoch führen postoperative Komplikationen wie die erneute Gefäßverengung oft zu einem lokalen Blutdruckanstieg, was die Prognose der Patienten erheblich beeinträchtigt. Daher ist die kontinuierliche In-situ-Überwachung des Gefäßinnendrucks von großer Bedeutung für eine frühzeitige Warnung. Allerdings erfüllen die derzeitigen Drucksensoren in Bezug auf Strukturkompatibilität, Lebensdauer und Abbauverhalten selten die Anforderungen biologisch abbaubarer Gerüste, was ihre klinische Anwendung einschränkt. Vor diesem Hintergrund schlägt diese Studie eine Strategie zur synergetischen Gestaltung von Drucküberwachung und biologisch abbaubaren Eigenschaften vor und stellt eine biologisch abbaubare kapazitive Drucksensormfaser her, die mit Gefäßgerüsten integriert werden kann. Die Sensorsfaser verfügt über eine koaxiale Mehrschichtstruktur, verwendet chirurgischen Kollagennähfaden als flexibles Substrat, baut die leitfähige Elektrode durch thermische Goldabscheidung auf und verwendet Polycitrat als dielektrische Schicht sowie Polycaprolacton als Kapselschicht. Durch die Steuerung der Polymerzusammensetzung und -struktur wird eine synergetische Optimierung der Sensoreigenschaften und Abbaurate erreicht. Die hergestellte Sensorsfaser zeigt eine Empfindlichkeit von 0,051 kPa-1 im Bereich von 0~25 kPa (Abdeckung des physiologischen Gefäßinnendrucks) und weist gute Biokompatibilität auf. Nach effektiver Integration mit biologisch abbaubaren Gerüsten kann sie eine kurzfristige Überwachungsfunktion und synergistische Abbaueigenschaften bieten und eröffnet einen neuen Weg zur Entwicklung biologisch abbaubarer intelligenter Gefäßgerüste sowie zur Funktionalisierung anderer implantierbarer medizinischer Geräte.